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9.1.10 und 12.1. bis 16.1.10, um 20:00 Uhr
Daniel Ludwig / Lubosch Held / Keller62
 
  Prometheus und die Ente  
 

Eine Komödie. Direkt von der Langstrasse. Frisch von der Leber. Knackig. Klug. Kurz.

Der Schweizer Daniel Ludwig und der Tscheche Lubosch Held. Die letzte Zusammenarbeit der beiden ("Mohammed is biking"), brachte nicht nur einen grossen Erfolg beim Publikum, sondern auch den ersten Preis am Monoperformance-Festival in der Ukraine ein, eine Auszeichnung für beste Schauspielerische Leistung und viele weitere Festivaleinladungen für 2010.

Ludwig und Held versetzen Prometheus an die Zürcher Langstrasse. Diesem griechischen Mythos entlang hangeln sich die beiden und das, was dabei entsteht, ist ein äusserst unterhaltsamer, oft existentieller, grotesk-böser und trotzdem auch poetischer Abend.

Ein Stück über Prominenz, Werbung, auch über den Beruf eines Schauspielers, über schwarze Schatten, über Sinn und Unsinn des Lebens, über Prometheus, den Adler Ethon, über Zeus und all die anderen griechischen Figuren.

Von und mit Daniel Ludwig. Dramaturgie: Lubosch Held und Daniel Ludwig. Licht: Karl von Krollock. Regie: Lubosch Held.
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19.1. und 20.1.10, um 20:00 Uhr **** Schweizer Premiere
René Schnoz / Patrizia Fedier/ Lubosch Held / Keller62
 
  Der Wundertäter  
 

Endlich kommt unser roter Samtvorhang zum Einsatz! Charms im Keller62!

Ein skurril-witziges Mosaik aus Erzählungen, Spielereien, philosophischen Gedanken, Gedichten und Anekdoten des Petersburger Dichters, Schriftstellers, Dramatikers, Denkers und geheimnisvollen, gar komischen Kauzes, Daniil Charms (1905-1942).

Auf Überraschungen sollte man bei ihm gefasst sein. Die Kunst ist eben ein Schrank.

Ein Stück über die Dramatik und die Leichtigkeit des Lebens, über die ganz alltäglichen Katastrophen, auch über die Rohheit der Leute, über ihre im Unglück endende Dummheit.

Ein Stück, diktiert von absurden Zufällen, voll Musik, Komik und schwarzem Humor.

"Es ist schwer, jemandem etwas über Charms zu sagen, der nichts von ihm weiss. Charms ist ein grosser Dichter. Napoleon ist nicht so gross wie Charms, und Bismarck ist im Vergleich zu Charms ein Nichts. Und die Lenins, Stalins und Trockijs sind im Vergleich zu Charms einfach Seifenblasen. Überhaupt sind alle Menschen Seifenblasen im Vergleich zu Charms." Daniil Charms über Daniil Charms.

In diesem Sinne, reservieren Sie rechtzeitig!

Mit René Schnoz und Patrizia Fedier. Licht: Karl von Krollock. Regie: Lubosch Held.
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21.1. bis 23.1.10, um 20:00 Uhr **** Schweizer Premiere
Bernd Lafrenz
 
  Romeo und Julia  
 

Durch wenige Requisiten, eine raffinierte Geräuschkulisse und eine geschickte Beleuchtung wird aus der berühmten Tragödie eine mitreissende Klamotte voller Tempo, Witz und Lachattacken. Eine Shakespeare-Aufführung die ihresgleichen sucht.

Und wenn es stimmt, dass Lachen gesund ist, dann müsste es so was wie Lafrenz auf Krankenschein geben: Was der Freiburger Schauspieler bietet, ist Komik vom Feinsten. Ein reisender Komödiant alter, längst vergessener Schule... ... Seine Shakespeare-Adaptionen holen die grosse Tragödie vom Podest der hehren Klassik hinab... Und bleiben doch dem grossen Meister treu.

Die Kritik schreibt: Wer so genial in europäischen Theatertragödien herumstochert und sie so hinreissend interpretiert, der darf sich nicht wundern, wenn's einem so richtig gefällt! Idee, Text, Spiel und Regie : Bernd Lafrenz.
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26.1. bis 30.1.10, um 20:00 Uhr
René Schnoz / Patrizia Fedier/ Lubosch Held / Keller62
 
  Der Wundertäter  
 

Endlich kommt unser roter Samtvorhang zum Einsatz! Charms im Keller62!

Ein skurril-witziges Mosaik aus Erzählungen, Spielereien, philosophischen Gedanken, Gedichten und Anekdoten des Petersburger Dichters, Schriftstellers, Dramatikers, Denkers und geheimnisvollen, gar komischen Kauzes, Daniil Charms (1905-1942).

Auf Überraschungen sollte man bei ihm gefasst sein. Die Kunst ist eben ein Schrank.

Ein Stück über die Dramatik und die Leichtigkeit des Lebens, über die ganz alltäglichen Katastrophen, auch über die Rohheit der Leute, über ihre im Unglück endende Dummheit.

Ein Stück, diktiert von absurden Zufällen, voll Musik, Komik und schwarzem Humor.

"Es ist schwer, jemandem etwas über Charms zu sagen, der nichts von ihm weiss. Charms ist ein grosser Dichter. Napoleon ist nicht so gross wie Charms, und Bismarck ist im Vergleich zu Charms ein Nichts. Und die Lenins, Stalins und Trockijs sind im Vergleich zu Charms einfach Seifenblasen. Überhaupt sind alle Menschen Seifenblasen im Vergleich zu Charms." Daniil Charms über Daniil Charms.

In diesem Sinne, reservieren Sie rechtzeitig!

Mit René Schnoz und Patrizia Fedier. Licht: Karl von Krollock. Regie: Lubosch Held.
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3.2.10, um 20:00 Uhr *** Premiere
Andrej Spendov
 
  b-seitig-T  
 

An einem dieser nutzlosen Abende, wo alles Schall, Platte und Rauch ist, einmal im Monat gar, dreht sich im Keller62 alles um die Schallplatte. Um ein Relikt aus längst vergangenen Tagen.

Vom Fortschritt links und rechts überholt. Die alte Schallplatte. Beseitigt.

Und doch ist sie noch da. Gepflegt von Plattenfreaks, die sich nie trennen konnten. Andrej Spendov ist so ein Freak.

Er wird uns in diese unbekannte Welt mitnehmen. Es wird sein, wie wenn nach vielen Jahren gute Freunde zu Besuch kommen.

Man wird sich viel zu erzählen haben, holt sich zwischendurch ein Bier und erinnert sich.

Die Musik lässt Bilder aufleben und ruft unerhörte Geschichten hervor.

Denn der Schallplatte ist nicht nur eigen, dass sie aus Vinyl gefertigt ist, sondern auch, dass sie zwei Seiten besitzt. A und B-Seite. Neuere Tonträger haben diese Zweiseitigkeit eliminiert. Sie haben sie b-seitig-t.

Doch wäre der Mond nicht eine Scheibe, wenn es "the dark side of the moon" nicht gäbe?

Im Spannungsfeld dieser zwei Seiten entstehen also Spendov's Geschichten, die die Musik begleiten… Wir freuen uns!
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4.2. bis 6.2.10, um 20:00 Uhr *** Zürcher Premiere
Erich Furrer & Goran Kovacevic
 
  SCHLAFES BRUDER - Johannes Elias Alder - Das Wunder seiner Hörens  
 

Erich Furrer liest und spielt nach dem Roman "Schlafes Bruder". Goran Kovacevic zaubert dazu musikalische Bilder aus seinem Akkordeon.

Die Geschichte handelt von einem verkannten Genie namens Johannes Elias Alder, welcher in einem kargen Vorarlberger Bergdorf zur Welt kommt, unter widrigsten Umständen aufwächst, durch göttliche Initiation zu seinem unmenschlich übersinnlichen Gehör und seiner wundersamen Musikalität, ja sogar zu kurzem Ruhm gelangt, um sich dann, aus Liebeskummer, mittels Schlafentzug, das Leben zu nehmen.
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9.2. bis 11.2. und 13.2.10, um 20:00 Uhr
René Schnoz / Patrizia Fedier/ Lubosch Held / Keller62
 
  Der Wundertäter  
 

Endlich kommt unser roter Samtvorhang zum Einsatz! Charms im Keller62!

Ein skurril-witziges Mosaik aus Erzählungen, Spielereien, philosophischen Gedanken, Gedichten und Anekdoten des Petersburger Dichters, Schriftstellers, Dramatikers, Denkers und geheimnisvollen, gar komischen Kauzes, Daniil Charms (1905-1942).

Auf Überraschungen sollte man bei ihm gefasst sein. Die Kunst ist eben ein Schrank.

Ein Stück über die Dramatik und die Leichtigkeit des Lebens, über die ganz alltäglichen Katastrophen, auch über die Rohheit der Leute, über ihre im Unglück endende Dummheit.

Ein Stück, diktiert von absurden Zufällen, voll Musik, Komik und schwarzem Humor.

"Es ist schwer, jemandem etwas über Charms zu sagen, der nichts von ihm weiss. Charms ist ein grosser Dichter. Napoleon ist nicht so gross wie Charms, und Bismarck ist im Vergleich zu Charms ein Nichts. Und die Lenins, Stalins und Trockijs sind im Vergleich zu Charms einfach Seifenblasen. Überhaupt sind alle Menschen Seifenblasen im Vergleich zu Charms." Daniil Charms über Daniil Charms.

In diesem Sinne, reservieren Sie rechtzeitig!

Mit René Schnoz und Patrizia Fedier. Licht: Karl von Krollock. Regie: Lubosch Held.
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27.2.10, um 20:00 Uhr
Roberto Francomano / Enrique Harries
 
  TANGO Gitarrenduo  
 

Virtuos. Witzig und charmant. Eine Lektion in Sachen Tango.

Melancholie direkt aus Buenos Aires. Ein Fernglas-Programm der Klasse Sehnsucht.

Alte klassische Stücke, leicht verfremdet, leicht modernisiert und witzig-philosophisch kommentiert - mit des Sängers akzentreichem Südländerdeutsch, das man einfach liebhaben muss.

Francomano gehört zu den Vor- und Spitzenreitern des Tangos in der Schweiz. Im Keller62 und seiner intimen Atmosphäre heimisch geworden, tritt er hier mit seinem nicht minder überzeugenden Partner Enrique Harries seit Jahren schon auf.

Dieser Abend ist sehr zu empfehlen. Wir lieben ihn seit Jahren.
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2.3. und 4.3. bis 6.3.10, um 20:00 Uhr *** Premiere
Oleg Lips
 
  Russische Volkspost oder das Lachzimmer für einen einsamen Rentner  
 

Ein verarmter russischer Rentner kämpft gegen den aufsteigenden Wahnsinn, den äusseren wie den inneren, indem er originelle Briefe an weltbekannte Persönlichkeiten schreibt - lebendige, tote oder erfundene - und antwortet sich sodann gleich selber in deren Namen.

Die "Russische Volkspost" stellt der Angst vor Armut, Vereinsamung und Krankheit im Alter eine witzige, leichte und originelle Perspektive gegenüber, ohne die Realität des alten Ivan Zhuchov Sidorovichs zu verharmlosen.

Ein Theaterstück nach Oleg Bogaev. Mit Oleg Lips und Helmut Vogel (Stimme).
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10.3.10, um 20:00 Uhr *** Premiere
Andrej Spendov
 
  b-seitig-T  
 

An einem dieser nutzlosen Abende, wo alles Schall, Platte und Rauch ist, einmal im Monat gar, dreht sich im Keller62 alles um die Schallplatte. Um ein Relikt aus längst vergangenen Tagen.

Vom Fortschritt links und rechts überholt. Die alte Schallplatte. Beseitigt.

Und doch ist sie noch da. Gepflegt von Plattenfreaks, die sich nie trennen konnten. Andrej Spendov ist so ein Freak.

Er wird uns in diese unbekannte Welt mitnehmen. Es wird sein, wie wenn nach vielen Jahren gute Freunde zu Besuch kommen.

Man wird sich viel zu erzählen haben, holt sich zwischendurch ein Bier und erinnert sich.

Die Musik lässt Bilder aufleben und ruft unerhörte Geschichten hervor.

Denn der Schallplatte ist nicht nur eigen, dass sie aus Vinyl gefertigt ist, sondern auch, dass sie zwei Seiten besitzt. A und B-Seite. Neuere Tonträger haben diese Zweiseitigkeit eliminiert. Sie haben sie b-seitig-t.

Doch wäre der Mond nicht eine Scheibe, wenn es "the dark side of the moon" nicht gäbe?

Im Spannungsfeld dieser zwei Seiten entstehen also Spendov's Geschichten, die die Musik begleiten… Wir freuen uns!
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12.3. bis 13.3.10, um 20:00 Uhr *** Premiere
Hans Suter
 
  SATIRAMISU2  
 

Zu faul zum Entsorgen.

Ein satirischer Abend. …

Es ist Frühling, Zeit zu Platz zu schaffen für Neues. Hausbewohner räumen ihren Keller, entrümpeln den Estrich und stehen ratlos vor dem Entsorgungsproblem. Warum nicht der Armen gedenken und die Sachen verschenken. "Gratis, zum mitnehmen". So beschriftet stehen dann ausgediente Bücherregale, wacklige Bürostühle, Bildschirme, Skier, Kleidungsstücke und Schachteln voller Bücher auf dem Gehsteig. Bedürftige haben ja genügend Zeit, die Stühle zu flicken, die Kleidungsstücke zu tragen und die Bücher ungelesen wieder ins Regal zu stellen. Manchmal stehen auch volle Abfallsäcke da, nicht etwa die weissen, nein die grauen; Grosszügigkeit soll doch keine Sackgebühr kosten. Aus den Säcken hängt gar ein Handschuh, eine Socke oder ein halbes Hemd; Kleider tragbar und zum Teil gewaschen. Der Rest des Inhaltes ist eine Wundertüte: Wie werden sich die Kinder dieser armen Leute freuen. Ein Grund mehr den lieb gewordenen Krempel den sozial Schwachen anzubieten, statt ihn mit dem umweltbelastenden Auto in den nahe gelegenen Wald oder gar zur Kehrichtverbrennungsanlage zu fahren. Es ist doch so einfach, ökologisch und ein guter Mensch zu sein!

Hans Suter, Satirologe. www.satiren.ch
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16.3. und 18.3. bis 20.3.10, um 20:00 Uhr
Oleg Lips
 
  Russische Volkspost oder das Lachzimmer für einen einsamen Rentner  
 

Ein verarmter russischer Rentner kämpft gegen den aufsteigenden Wahnsinn, den äusseren wie den inneren, indem er originelle Briefe an weltbekannte Persönlichkeiten schreibt - lebendige, tote oder erfundene - und antwortet sich sodann gleich selber in deren Namen.

Die "Russische Volkspost" stellt der Angst vor Armut, Vereinsamung und Krankheit im Alter eine witzige, leichte und originelle Perspektive gegenüber, ohne die Realität des alten Ivan Zhuchov Sidorovichs zu verharmlosen.

Ein Theaterstück nach Oleg Bogaev. Mit Oleg Lips und Helmut Vogel (Stimme).
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23.3. bis 27.3.10, um 20:00 Uhr
Klibühni Chur / Schnoz / Schmid
 
  BUSINESS CLASS (nach Martin Suter)  
 

Ein Survival Kit für Manager in Krisenzeiten.

Jahrelang nahm Martin Suter in seinen Kolumnen die Wirtschaftselite aufs Korn. Der Romanautor stach in die Wunde der narzisstischen Charakterschwächen und Statusängste, der hohlen Massnahmen und des Profilierungszwangs - eben all der Phänomene, die früher schon als Klappern zum Handwerk gehörten, die aber heute gar die Finanzkrise verstärkt oder ausgelöst haben mögen.

Assessmentcenter oder Erste-Hilfe-Station, Höllencamp ("Holt mich hier raus!"), Sabbatical, Büssergang oder Beugehaft? - Zwei Manager coachen und fordern sich gegenseitig, indem sie schonungslos bilanzieren, was in ihrer persönlichen Performance zum tragischen, aber auch läuternden Knick geführt hat.

Mit Nikolaus Schmid, René Schnoz. Regie: Georg Scharegg.
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30.3.10, um 20:00 Uhr *** Zürcher Premiere
Kieber/Batliner
 
  Das Bratkartoffelnverhältnis  
 

Eine kulinarisch inszenierte Lesung.

Wer einmal ein Buch gegessen hat, weiss, dass Papier (auch mit Ketchup) irgendwie fade schmeckt. Aber wem kann man schon verdenken, dass er oder sie nach literarischer Lust, gesteigert auf beinahe orgastische Höhen auch dem kulinarischen Verlangen frönen will?

Und dann beisst man eben mal in so ein Theaterstück. Das ist aber nicht nur unbekömmlich sondern auch schade um den Text.

Deshalb präsentieren wir Ihnen: die kulinarisch inszenierte Lesung, eine Symbiose aus Text und Küche, seelische und leibliche Nahrung.

Aber machen Sie sich keine falschen Hoffnungen, wir teilen nicht. Mit Daniel Batliner und Felix Kieber.
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6.4. bis 10.4.10, um 20:00 Uhr *** Zürcher Premiere
Ospelt, Ospelt und Schädler
 
  Die Kapelle  
 

Krisen können mitunter das Beste aus einem Menschen herausholen. Müssen es aber nicht.

Drei Hobby-Musiker, von Vergangenheit und Gegenwart mehr oder weniger arg gebeutelt, glauben in wirtschaftlich harten Zeiten eine Marktlücke entdeckt zu haben: nicht als die zigtausendste Partyband wollen sie schnelle Kohle machen, nein, sie verlegen sich auf das Musizieren an Beerdigungen und Trauerfeiern.

Durch trauriges Spiel, wehmütigen Gesang, todernste Zwischenmoderationen und aberwitzige Projektberichte bieten sie den Background für eine Generation, der nur noch das Jammern geblieben ist.

"Die Kapelle" , die nicht nur die musikalischen Wünsche der Verstorbenen ("Dolannes Melodie"), sondern auch diejenigen der Hinterbliebenen ("Ich hatt einen Kameraden") erfüllt, führt vor Augen, wie Lebende mit dem Tod und Tote mit dem Leben umgehen. Dadurch stellt sich nicht nur die Frage nach einem Leben nach dem Tod, sondern auch, ob es ein Leben vor dem Tod gibt. Und wie es dort aussieht. Und ob dort das Fegefeuer im Warten an der Kasse im Supermarkt besteht. Während Sarah Brightman "Time to say goodbye" säuselt.

Von 1994 bis 2006 waren "Ospelt, Ospelt und Schädler" als "Das LiGa" tätig und brachten unter diesem Namen zwölf erfolgreiche Programme auf die Bühne, die sie in Liechtenstein und im Keller62 präsentierten.

"Die Kapelle" ist ihr erstes Programm unter neuem Namen. Von und mit Mathias Ospelt (Text und Spiel), Marco Schädler (Musik und Spiel) und Ingo Ospelt (Regie und Spiel).
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